Geschichte St. Jakobus Hohensachsen
Adresse:
Talstr. 19, 69469 Weinheim-Hohensachsen
Glocken und Geläut der St. Jakobuskirche in Hohensachsen
Einen Artikel und Aufnahmen der drei Glocken und des Geläuts finden Sie hier.
Kirchenführer zum 250-jährigen Jubiläum der Pfarrkirche
Zum Patrozinium am 24. Juli 2022 erschien der Kirchenführer, der auf 48 Seiten über die Geschichte der Pfarrei und der Pfarrkirche, sowie ausführlich über die beeindruckende Ausstattung der Kirche Auskunft gibt. Er liegt im Pfarrbüro und in der Kirche aus. Hier steht auch die pfd-Version als Download zur Verfügung.
Kirchenführer Jakobuskirche Hohensachsen
Geschichte der St. Jakobuskirche Hohensachsen
Sicher ist, dass die erste katholische Hohensachsener Pfarrkirche in einzigartiger Lage hoch über dem Ort auf dem Gelände des alten Friedhofs stand. Das Kloster Lorsch erhielt 989 zwei Drittel des Eigentums an der Basilika „in Sahssenheimero marcum“ und bald danach war sie ganz in Lorscher Besitz. Dass sie dem hl. Jakobus d. Ä. geweiht war, ist erst im Spätmittelalter bezeugt. Dieses Patronat kann durchaus bis ins Frühmittelalter zurückreichen.
Von Anfang an war sie als Pfarrsprengel für die zusammengehörigen Sachsenorte und für die im Odenwald liegenden Weiler Oberkunzenbach und Ritschweier gedacht. Im 13. Jahrhundert verlor die Reichsabtei Lorsch ihre führende Rolle und so ist das Patronatsrecht der Kirche zwischen 1238 und 1248 an die Pfalz übergegangen. Pfalzgraf Ludwig II. schenkte es 1292 an die Deutschordenskommende Frankfurt. 1296 wurde diese Schenkung durch seine Söhne Rudolf 1. und Ludwig dem Bayern bestätigt.
Der Deutschordenskomtur präsentierte 1423 am Katharinenaltar, dessen Pfründe 1470 durch den, Vizekomtur des Deutschordenshauses Sachsenhausen zu einer Ka planei erweitert wurde. Außer diesem Altar, der als einziger eine Pfründe hatte, waren noch zwei weitere vorhanden: zur Rechten ein dem hl. Andreas, hl. Wendelin und der hl. Elisabeth und zur Linken ein allen Aposteln geweihter Altar.
Noch 1544 setzte der Administrator des Hochmieistertums den Pfarrer in Hohensachsen ein. 1561 protestierte der Deutsche Orden gegen die Berufung eines kalvinistischen Predigers, aber erst 1565 haben die Pfälzer den katholischen Pfarrer endgültig vertrieben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Pfarrei, die den Konfessionswechsel vom Kalvinismus zum Luthertum und wieder zum Kalvinismus durchgemacht hatte, von 1623 bis 1648 kurz unterbrochen, durch den Orden wieder katholisch besetzt. In der pfälzischen Kirchenteilung wurde die Pfarrei 1707 end gültig den Katholiken zugesprochen und weiterhin durch den Deutschen Orden besetzt. 1509 wurde durch den Pfalzgrafen ein Streit um die Baupflicht der Kirche zwischen Orden und Gemeinde beigelegt. Beim Feldzug Turennes brannte die Kirche aus, die ab 1705 nur notdürftig wieder aufgebaut wurde, so dass immer wieder neue Instandsetzungsarbeiten nötig waren. Der Turm wurde 1815 abgebrochen. Die Kirche war damals wohl im wesentlichen schon niedergerissen.
Wohl zu seiner Erleichterung hatte der Ortsgeistliche 1786 im Dorf selbst beim Pfarrhaus eine Kapelle errichten können, die er schon 1744 beantragt hatte. Sie musste bereits 1771 einer neuen Pfarrkirche weichen und daraufhin wurde die alte Jakobskirche auf dem Berg endgültig dem Verfall preisgegeben. Nur die dicke und Imposante Ummauerung des zugehörigen Kirchhofs mit einem spitzbogiger Hauptportal und einer kleinen gotischen Pforte blieb bis heute erhalten.
Anlass für die Erlaubnis eines Kapellenbaues am Fuße des Aepfelberges war die schlechte Bausubstanz der Jakobskirche auf dem Berg, ein kaum wiederherzustellendes Gebäude. Außerdem war der Weg "gar zu beschwerlich und auch höchst gefährlich", wie der Geistliche bei seiner Bitte vorbrachte. Doch bedurfte es erst eines Unglücks, um die Regierung umzustimmen, die die Bitte zum Bau einer Kapelle am Fuße des Berges zunächst abgeschlagen hatte. Im Jahre 1750 stürzte Pfarrer Heinrich Hennsler auf dem steilen Weg zur Kirche so schwer, dass er an den Folgen des Sturzes starb. Sein Grabstein steht Im Hof des katholischen Pfarrhauses und gibt uns Nachricht über seinen tragischen Tod. Auch die 1771 durch den Heidelberger Maurermeister Matthias Morath entworfene und im folgendem Jahr erstell te heutige Pfarrkirche ist dem hl. Jakobus geweiht. Die alte Kirche oben auf dem Berg hatte damit nach 800jährigem Bestehen ihre Aufgabe der Kirche im Tal übergeben, deren Ausstattung mit drei Barokkaltären beachtenswert ist. Ihr Baujahr ist auch mit dem Todesjahr von Pfarrer Lemmermeier verbunden, an den die Boden-platte vor dem Chor in der Kirche erinnert. Im Jahre 1787 wurde das neue katholische Pfarrhaus errichtet. In seinem Grundstein findet sich folgender Vermerk:
"Im 1787. Jahr, Als Maximilian Franz Deutschmeister war. Dann Cordon Pfarrer, Sartorius Verwalter, Wurd ich erbaut, nun wisst mein Alter.“ Der Grundstein wurde mit derselben silbernen Kelle und dem Hammer gelegt, mit denen Carl Theodor den Schlussstein der Heidelberger Brücke gesetzt hatte.
Von Anfang an war sie als Pfarrsprengel für die zusammengehörigen Sachsenorte und für die im Odenwald liegenden Weiler Oberkunzenbach und Ritschweier gedacht. Im 13. Jahrhundert verlor die Reichsabtei Lorsch ihre führende Rolle und so ist das Patronatsrecht der Kirche zwischen 1238 und 1248 an die Pfalz übergegangen. Pfalzgraf Ludwig II. schenkte es 1292 an die Deutschordenskommende Frankfurt. 1296 wurde diese Schenkung durch seine Söhne Rudolf 1. und Ludwig dem Bayern bestätigt.
Der Deutschordenskomtur präsentierte 1423 am Katharinenaltar, dessen Pfründe 1470 durch den, Vizekomtur des Deutschordenshauses Sachsenhausen zu einer Ka planei erweitert wurde. Außer diesem Altar, der als einziger eine Pfründe hatte, waren noch zwei weitere vorhanden: zur Rechten ein dem hl. Andreas, hl. Wendelin und der hl. Elisabeth und zur Linken ein allen Aposteln geweihter Altar.
Noch 1544 setzte der Administrator des Hochmieistertums den Pfarrer in Hohensachsen ein. 1561 protestierte der Deutsche Orden gegen die Berufung eines kalvinistischen Predigers, aber erst 1565 haben die Pfälzer den katholischen Pfarrer endgültig vertrieben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Pfarrei, die den Konfessionswechsel vom Kalvinismus zum Luthertum und wieder zum Kalvinismus durchgemacht hatte, von 1623 bis 1648 kurz unterbrochen, durch den Orden wieder katholisch besetzt. In der pfälzischen Kirchenteilung wurde die Pfarrei 1707 end gültig den Katholiken zugesprochen und weiterhin durch den Deutschen Orden besetzt. 1509 wurde durch den Pfalzgrafen ein Streit um die Baupflicht der Kirche zwischen Orden und Gemeinde beigelegt. Beim Feldzug Turennes brannte die Kirche aus, die ab 1705 nur notdürftig wieder aufgebaut wurde, so dass immer wieder neue Instandsetzungsarbeiten nötig waren. Der Turm wurde 1815 abgebrochen. Die Kirche war damals wohl im wesentlichen schon niedergerissen.
Wohl zu seiner Erleichterung hatte der Ortsgeistliche 1786 im Dorf selbst beim Pfarrhaus eine Kapelle errichten können, die er schon 1744 beantragt hatte. Sie musste bereits 1771 einer neuen Pfarrkirche weichen und daraufhin wurde die alte Jakobskirche auf dem Berg endgültig dem Verfall preisgegeben. Nur die dicke und Imposante Ummauerung des zugehörigen Kirchhofs mit einem spitzbogiger Hauptportal und einer kleinen gotischen Pforte blieb bis heute erhalten.
Anlass für die Erlaubnis eines Kapellenbaues am Fuße des Aepfelberges war die schlechte Bausubstanz der Jakobskirche auf dem Berg, ein kaum wiederherzustellendes Gebäude. Außerdem war der Weg "gar zu beschwerlich und auch höchst gefährlich", wie der Geistliche bei seiner Bitte vorbrachte. Doch bedurfte es erst eines Unglücks, um die Regierung umzustimmen, die die Bitte zum Bau einer Kapelle am Fuße des Berges zunächst abgeschlagen hatte. Im Jahre 1750 stürzte Pfarrer Heinrich Hennsler auf dem steilen Weg zur Kirche so schwer, dass er an den Folgen des Sturzes starb. Sein Grabstein steht Im Hof des katholischen Pfarrhauses und gibt uns Nachricht über seinen tragischen Tod. Auch die 1771 durch den Heidelberger Maurermeister Matthias Morath entworfene und im folgendem Jahr erstell te heutige Pfarrkirche ist dem hl. Jakobus geweiht. Die alte Kirche oben auf dem Berg hatte damit nach 800jährigem Bestehen ihre Aufgabe der Kirche im Tal übergeben, deren Ausstattung mit drei Barokkaltären beachtenswert ist. Ihr Baujahr ist auch mit dem Todesjahr von Pfarrer Lemmermeier verbunden, an den die Boden-platte vor dem Chor in der Kirche erinnert. Im Jahre 1787 wurde das neue katholische Pfarrhaus errichtet. In seinem Grundstein findet sich folgender Vermerk:
"Im 1787. Jahr, Als Maximilian Franz Deutschmeister war. Dann Cordon Pfarrer, Sartorius Verwalter, Wurd ich erbaut, nun wisst mein Alter.“ Der Grundstein wurde mit derselben silbernen Kelle und dem Hammer gelegt, mit denen Carl Theodor den Schlussstein der Heidelberger Brücke gesetzt hatte.

